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today03.04.2025
Miley Cyrus hat eine der faszinierendsten Transformationen in der Popkultur vollzogen. Vom süßen Disney-Star zur provokanten Künstlerin und schließlich zur respektierten Musikerin – ihre Reise ist geprägt von stilistischen Experimenten, kontroversen Momenten und musikalischer Neuerfindung. Mit ihrem neuen Album „Something Beautiful“, das Ende Mai 2025 erscheinen soll, schlägt sie erneut ein neues Kapitel in ihrer vielseitigen Karriere auf.
Als Tochter des Country-Musikers Billy Ray Cyrus war Miley, die als Destiny Hope Cyrus geboren wurde, praktisch mit Musik im Blut zur Welt gekommen. Doch ihr Durchbruch kam 2006 mit der Disney-Channel-Serie „Hannah Montana“, in der sie ein Doppelleben als normaler Teenager und heimlicher Popstar spielte. Die Serie katapultierte die damals 13-Jährige ins Rampenlicht und legte den Grundstein für ihre Musikkarriere.
Mit Alben wie „Meet Miley Cyrus“ (2007) und „Breakout“ (2008) etablierte sie sich als Teen-Idol mit eingängigen Pop-Songs, die perfekt zur Disney-Image passten. Hits wie „See You Again“ und „7 Things“ zeigten bereits erste Anzeichen einer Künstlerin, die mehr wollte als nur den vorgegebenen Pfad zu folgen.
Der erste deutliche Bruch mit ihrem Kinderstar-Image kam 2010 mit dem Album „Can’t Be Tamed“. Der gleichnamige Titelsong und das provokante Musikvideo, in dem Miley in einem Käfig tanzte, signalisierten unmissverständlich: Das brave Disney-Mädchen wollte ausbrechen. Musikalisch experimentierte sie mit elektronischen Einflüssen und einer reiferen Stimme, während sie thematisch ihre Unabhängigkeit betonte.
Diese Phase markierte den Beginn ihrer künstlerischen Selbstbestimmung, doch der wirklich radikale Wandel sollte erst noch kommen. In Interviews betonte sie immer wieder, wie wichtig es für sie war, sich von den Erwartungen zu befreien: „Ich wollte mich selbst finden und nicht mehr das sein, was andere von mir erwarteten.“
Der wohl berüchtigtste Moment dieser Ära war ihr Auftritt bei den MTV Video Music Awards 2013, bei dem sie mit Robin Thicke eine äußerst freizügige Performance zu „Blurred Lines“ hinlegte. Das „Twerking“ in einem hautfarbenen Latex-Outfit sorgte weltweit für Schlagzeilen und schockierte Eltern ehemaliger Hannah-Montana-Fans.
Musikalisch brachte „Bangerz“ mit „Wrecking Ball“ einen ihrer größten Hits hervor – inklusive eines Musikvideos, in dem sie nackt auf einer Abrissbirne schaukelte. In dieser Phase schien Miley bewusst Grenzen zu überschreiten, um sich neu zu definieren. „Manchmal muss man erst zerstören, um neu aufzubauen“, erklärte sie damals in einem Interview mit Rolling Stone.
psychedelische Zusammenarbeit mit The Flaming Lips. Das Album, das ohne Unterstützung ihres Labels entstand, zeigte eine völlig neue Seite der Künstlerin – experimentell, surreal und weit entfernt vom Mainstream-Pop.
In dieser Zeit begann Miley auch, sich öffentlich mit ihrer Sexualität und Geschlechtsidentität auseinanderzusetzen. Sie bezeichnete sich als genderfluid und gründete die Happy Hippie Foundation zur Unterstützung obdachloser LGBTQ+-Jugendlicher, was ihr Engagement für soziale Themen unterstrich.
2017 überraschte Miley erneut mit einem Stilwechsel. Das Album „Younger Now“ kehrte zu ihren Country-Wurzeln zurück und präsentierte eine sanftere, natürlichere Miley. Der Titelsong und „Malibu“ reflektierten eine ruhigere Phase in ihrem Leben, die auch mit ihrer damaligen Wiedervereinigung mit Liam Hemsworth zusammenfiel.
Musikalisch zeigte sie, dass sie über die Fähigkeit verfügt, zwischen Genres zu wechseln und authentisch zu bleiben. „Ich bin nicht mehr die Person, die ich gestern war… ich verändere mich ständig“, erklärte sie in Interviews zu dieser Zeit. Diese künstlerische Flexibilität sollte zu einem Markenzeichen ihrer Karriere werden.
Nach ihrer Trennung von Liam Hemsworth 2019 und einer kurzen musikalischen Pause kehrte Miley 2020 mit „Plastic Hearts“ zurück – einem Album, das von 70er und 80er Jahre Rock inspiriert war. Songs wie „Midnight Sky“ und Kollaborationen mit Billy Idol und Joan Jett zeigten eine Künstlerin, die ihre rauchige Stimme perfekt in ein rockiges Gewand kleidete.
Diese Ära unterstrich ihre Vielseitigkeit und ihre Fähigkeit, verschiedene musikalische Stile glaubwürdig zu interpretieren. Kritiker lobten das Album als eines ihrer besten Werke und als perfekte Plattform für ihre kraftvolle Stimme. Ihre Live-Auftritte, bei denen sie Klassiker von Künstlern wie Blondie und Metallica coverte, zeigten eine gereifte Performerin mit beeindruckendem Stimmumfang.
Mit „Endless Summer Vacation“ (2023) erreichte Miley einen neuen Höhepunkt ihrer Karriere. Die Lead-Single „Flowers“, eine kraftvolle Selbstermächtigungshymne (und mutmaßliche Abrechnung mit Ex-Mann Liam Hemsworth), wurde zu ihrem größten Hit. Der Song brach zahlreiche Streaming-Rekorde und brachte ihr Anfang 2024 ihre ersten Grammy-Awards für „Record of the Year“ und „Best Pop Solo Performance“ ein.
Das Album verband gekonnt Pop, Disco und elektronische Elemente und präsentierte eine selbstbewusste Künstlerin, die ihre Vergangenheit reflektiert und ihre Zukunft selbst gestaltet. In einem Interview beschrieb sie das Album als „Liebesbrief an L.A.“ und als Reflexion über die Höhen und Tiefen ihres Lebens.
Jetzt, im Frühjahr 2025, steht Miley kurz vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums „Something Beautiful“, das am 30. Mai erscheinen soll. Das Album verspricht, ein weiterer Meilenstein in ihrer Karriere zu werden, inspiriert von Pink Floyds „The Wall“ und dem Film „Mandy“, wie sie selbst verraten hat.
Die ersten Singles „Prelude“ und der Titeltrack „Something Beautiful“ deuten auf ein genreübergreifendes Werk hin, das experimentelle und psychedelische Elemente mit Pop verbindet. „Es war mir wichtig, dass jeder Song heilende Klänge hat… die hässlichsten Zeiten unseres Lebens haben ihren eigenen Schönheitspunkt“, erklärte sie kürzlich gegenüber Harper’s Bazaar.
Das von Glen Luchford fotografierte Albumcover zeigt Miley in einem archiviertem Thierry Mugler Couture-Stück von 1997 und unterstreicht den glamourösen, aber auch künstlerischen Ansatz des Projekts. Zusätzlich zur Musik plant sie einen visuellen Film, der im Juni erscheinen soll und das Album als „einzigartige Pop-Oper“ präsentiert.
In einem emotionalen Instagram-Post zum Jahreswechsel reflektierte Miley über ihre kreative Reise: „In allem, was ich tue, gehe ich ALL-IN… Es kann ein herzzerreißender Prozess sein, aber ich wusste immer, dass die Teile wieder zusammenkommen und etwas Schönes schaffen.“
Rückblickend zeigt Mileys Karriere eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Transformation und künstlerischen Neuerfindung. Von der Disney-Prinzessin über die skandalträchtige Popikone bis hin zur respektierten Musikerin hat sie bewiesen, dass sie sich nicht in eine Schublade stecken lässt.
Ihre Offenheit bezüglich ihrer Sexualität – „Ich möchte mich nicht labeln lassen… Ich bin bereit jeden zu lieben, der mich so liebt wie ich bin“ – und ihr Engagement für soziale Themen haben sie zu einer wichtigen Stimme ihrer Generation gemacht. Gleichzeitig bleibt sie eine Künstlerin, die polarisiert und provoziert, wie zuletzt bei den Oscars 2025, als ihre gebleichten Augenbrauen zum Gesprächsthema wurden.
Mit „Something Beautiful“ scheint Miley nun eine neue Phase ihrer Karriere einzuläuten – eine, die ihre verschiedenen musikalischen Einflüsse zusammenbringt und gleichzeitig neue Wege beschreitet. Nach fast zwei Jahrzehnten im Rampenlicht hat sie sich von einem Kinderstar zu einer der vielseitigsten und faszinierendsten Künstlerinnen unserer Zeit entwickelt.
Eines ist sicher: Mit Miley Cyrus wird es nie langweilig. Ihre Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden und dabei authentisch zu bleiben, macht sie zu einer der spannendsten Persönlichkeiten der Popkultur des 21. Jahrhunderts.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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