Musik

Bushido gewinnt CCN-Prozess: Fler muss 137.000 Euro Schadenersatz zahlen

today02.04.2025

Hintergrund

Im langjährigen Streit um die Markenrechte am gemeinsamen Album CARLO COKXXX NUTTEN (CCN) hat Bushido einen wichtigen Sieg errungen. Fler wurde vom Landgericht München zur Zahlung von 137.000 Euro Schadenersatz verurteilt, nachdem er das CCN-Logo unberechtigt für Merchandise-Artikel genutzt hatte. Das Urteil markiert einen weiteren Höhepunkt in der anhaltenden Fehde zwischen den beiden ehemals befreundeten Rappern.

Die Geschichte hinter dem Markenstreit

Bushido gewinnt CCN-Prozess: Fler muss 137.000 Euro Schadenersatz zahlen

Bushido und Fler, die in den frühen 2000er Jahren unter den Pseudonymen Sonny Black und Frank White zusammenarbeiteten, haben seit langem ein zerrüttetes Verhältnis. Der aktuelle Rechtsstreit dreht sich um die Markenrechte für ihr gemeinsames Projekt CCN, die laut einer Vereinbarung von Aggro Berlin aus dem Jahr 2007 bei Bushido liegen – insbesondere für Bekleidungsartikel.

Fler hatte diese Rechte jedoch wiederholt missachtet und das Logo für Fan-Boxen und Merchandise verwendet. Nach Offenlegung der Verkaufszahlen entschied das Gericht nun zugunsten von Bushido. Neben der hohen Geldstrafe muss Fler auch die Vernichtung der produzierten Lederjacken veranlassen.

Versäumnisurteil und Reaktionen

Bemerkenswert ist, dass das Urteil durch ein Versäumnisurteil zustande kam, da weder Fler noch seine Anwälte zum Gerichtstermin erschienen waren. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Fler kündigte bereits an, in Berufung gehen zu wollen und äußerte sich kämpferisch auf Instagram: „Auf der Straße haben wir trotzdem das Patent!! 137.000 EUROShit!! […] Mein Anwalt ist hundertmal mehr Gangster als Busnitch… Wir gehen in Berufung!“

Bushido selbst hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Urteil geäußert. Seine konsequente juristische Vorgehensweise zeigt jedoch deutlich, wie wichtig ihm der Schutz seiner Markenrechte ist.

Vorgeschichte der Auseinandersetzung

Der Konflikt zwischen den beiden Rappern hat eine lange Geschichte. Bereits in der Vergangenheit kam es zu juristischen Auseinandersetzungen, unter anderem musste Fler Texte in seinem Song „Noname“ ändern, der Anspielungen auf den Streit enthielt.

Die einstigen Weggefährten, die mit CCN einen Meilenstein des deutschen Gangster-Rap schufen, haben sich über die Jahre zu erbitterten Gegnern entwickelt. Eine erneute Zusammenarbeit gilt als ausgeschlossen.

Zukunftspläne der Rapper

Während die rechtlichen Streitigkeiten weitergehen, verfolgen beide Künstler ihre eigenen musikalischen Wege. Bushido hatte in der Vergangenheit Andeutungen gemacht, möglicherweise 2026 sein letztes Album zu veröffentlichen. Fler hingegen ist weiterhin aktiv und brachte erst kürzlich das Album „5“ zusammen mit Saad auf den Markt.

Der Rechtsstreit um CCN verdeutlicht einmal mehr, wie wichtig der Schutz geistigen Eigentums in der Musikbranche ist. Für Fans der ersten Stunde bleibt die Hoffnung auf Versöhnung wohl unerfüllt – stattdessen scheinen weitere juristische Auseinandersetzungen vorprogrammiert.

Geschrieben von: RadioMonster.FM