
Tophits Charts & Hits
Dance Dance Hits & Classics
Evergreens Best of 60's - 00's
2000’s Die größten Hits von 2000 bis 2009
Rock Today's Rock Music
Schlager Deutscher Schlager
today02.04.2025
Heute Abend richtet sich der Blick aller türkischen Fußballfans auf das Ülker Stadyumu, wenn mit Fenerbahçe und Galatasaray die beiden größten Rivalen des türkischen Fußballs im Viertelfinale des Ziraat Türkiye Kupası aufeinandertreffen. Das 403. Istanbul-Derby verspricht nicht nur sportliche Höchstspannung, sondern auch eine elektrisierende Atmosphäre, wenn um 20:45 Uhr der Anpfiff ertönt. Beide Teams gehen mit unterschiedlicher Ausgangslage in die Partie: Während Fenerbahçe als Gruppensieger Heimrecht genießt, musste sich Galatasaray mit Platz zwei in seiner Gruppe begnügen.
Die jüngste Bilanz spricht klar für die Gäste aus dem europäischen Teil Istanbuls. In den letzten sechs direkten Duellen konnte Galatasaray dreimal gewinnen, während Fenerbahçe nur einen Sieg verbuchen konnte. Besonders schmerzhaft für die Gastgeber: In der laufenden Saison gewann Galatasaray das Hinspiel in Kadıköy mit 3:1, während das Rückspiel im RAMS Park torlos endete.
José Mourinho, der Trainer von Fenerbahçe, gibt sich dennoch kämpferisch: „Wir werden Galatasaray besiegen, egal was passiert. Wir werden unsere Fans glücklich machen“, erklärte der portugiesische Star-Coach im Vorfeld. Auf die Frage nach einem möglichen psychologischen Vorteil antwortete er nüchtern: „Das psychologische Vorteil liegt immer beim Team, das an der Spitze ist.“
Beide Mannschaften können nahezu aus dem Vollen schöpfen. Bei Fenerbahçe kehren die zuletzt angeschlagenen Çağlar Söyüncü und Diego Carlos zurück, während bei Fred noch eine Entscheidung aussteht. Die voraussichtliche Aufstellung der Gastgeber: İrfan Can Eğribayat – Çağlar, Skriniar, Yusuf, Kostic – Amrabat, Szymanski, Oğuz, Fred – Talisca, En-Nesyri.
Galatasaray-Coach Okan Buruk kann ebenfalls auf einen starken Kader zurückgreifen. Mit der Rückkehr von Sallai und Jakobs ist sein Team nahezu komplett. Die voraussichtliche Startelf: Günay – Kaan, Davinson Sanchez, Abdülkerim, Eren – Torreira, Lemina – Yunus, Sara, Barış Alper – Osimhen.
Im Mittelpunkt des Interesses stehen die beiden Torjäger. Auf Seiten von Galatasaray ist es Victor Osimhen, der in dieser Saison bereits 26 Treffer erzielt hat und nach einem torlosen Spiel gegen Beşiktaş auf Wiedergutmachung aus ist. Bei Fenerbahçe ruhen die Hoffnungen auf Youssef En-Nesyri, der ebenfalls 26 Saisontore vorweisen kann.
Auch die Kreativspieler könnten den Unterschied ausmachen: Anderson Talisca bei Fenerbahçe zeigt sich nach überstandenen körperlichen Problemen in bestechender Form, während bei Galatasaray Gabriel Sara und Barış Alper Yılmaz für die gefährlichen Momente sorgen sollen.
Eine besondere Note erhält das Spiel durch die Schiedsrichteransetzung. Mit Cihan Aydın leitet erstmals ein relativ unerfahrener Referee ein Derby zwischen den beiden Istanbuler Großklubs. An seiner Seite stehen die Assistenten Deniz Caner Özaral und Volkan Ahmet Narinç, während Burak Pakkan als vierter Offizieller fungiert.
Diese Entscheidung hat in beiden Lagern für Diskussionen gesorgt. Ibrahim Hatipoğlu, Vizepräsident von Galatasaray, äußerte Bedenken über die Unerfahrenheit des Schiedsrichters bei solch wichtigen Spielen und forderte eine faire Leitung.
Angesichts der brisanten Rivalität wurden die Sicherheitsmaßnahmen massiv verstärkt. 30.199 Polizisten sind im Einsatz, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen – besonders rund um das Ülker Stadion.
Das Spiel wird live und kostenlos auf ATV übertragen. Interessant: CHP-Leiter und bekennender Fenerbahçe-Fan Özgür Özel hat im Vorfeld dazu aufgerufen, die Übertragung auf ATV zu boykottieren – ein Aufruf, der die politische Dimension des türkischen Fußballs unterstreicht.
Die beiden Teams haben unterschiedliche Wege ins Viertelfinale genommen. Fenerbahçe dominierte die B-Gruppe mit drei Siegen aus drei Spielen gegen Kasımpaşa, Erzurumspor FK und Gaziantep FK. Galatasaray hingegen konnte in der C-Gruppe nur einen Sieg und zwei Unentschieden verbuchen, beendete die Gruppe jedoch aufgrund der besseren Fair-Play-Wertung (weniger Gelbe Karten) auf dem zweiten Platz.
Der Sieger des heutigen Duells trifft im Halbfinale auf Konyaspor – eine Tatsache, die José Mourinho bereits in seinen Vorbereitungen berücksichtigt: „Wenn wir heute Abend weiterkommen, treffen wir in der nächsten Runde auf Konyaspor.“
Bei aller Rivalität und Emotionen bleibt zu hoffen, dass der sportliche Wettkampf im Vordergrund steht und die Fans ein packendes Derby erleben können. Die Spannung in Istanbul steigt stündlich – heute Abend wird sich zeigen, welches Team den nächsten Schritt in Richtung Pokaltriumph machen kann.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
Fenerbahçe Galatasaray Istanbul-Derby José Mourinho Okan Buruk türkischer Fußball Türkischer Pokal Victor Osimhen Youssef En-Nesyri Ziraat Türkiye Kupası
RADIOMONSTER.FM - Bei uns bist DU Musikchef!