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today04.04.2025
Ein bemerkenswertes Musikereignis steht heute unmittelbar bevor: Das Album „Song of the Earth“ von David Longstreth, Frontmann der Dirty Projectors, in Zusammenarbeit mit dem europäischen Orchesterkollektiv Stargaze wird veröffentlicht. Dieses ambitionierte Werk, das bereits 2021 in der Elbphilharmonie uraufgeführt wurde, ist weit mehr als ein gewöhnliches Album – es ist ein tiefgründiger musikalischer Kommentar zu unserer Beziehung zur Erde in Zeiten des Klimawandels. Der Komponist selbst bezeichnet es nicht als „Klimawandel-Oper“, sondern vielmehr als „Liebeserklu00e4rung an die Erde“ – eine ku00fcnstlerische Reflexion, die Schu00f6nheit und Schaden, Hoffnung und Verzweiflung in einem 24 Tracks umfassenden Songzyklus vereint.
Longstreths Zusammenarbeit mit Stargaze, die bereits 2018 mit der Band Polu00edca orchestrale Elemente in deren Musik integrierten, bewegt sich stilistisch in einem faszinierenden Grenzbereich. Das Album vereint beschauliche Etu00fcden mit engelsgleichen Frauenchu00f6ren, die zwischen Kammermusik und Filmmusik oszillieren, ohne sich eindeutig zuordnen zu lassen.
Die Inspiration fu00fcr „Song of the Earth“ kam Longstreth im Jahr 2021, als Kalifornien von beispiellosen Waldbru00e4nden heimgesucht wurde. Die Parallele zu Gustav Mahlers „Das Lied von der Erde“ von 1908 ist dabei kein Zufall, wie Longstreth selbst erklu00e4rt: „Das Werk ist gesu00e4ttigt mit den Themen und Gefu00fchlen des Originals, ohne eine direkte Adaption zu sein.“ Die heutige Veru00f6ffentlichung erfolgt in einem besonders passenden Kontext – nach einem weiteren katastrophalen Waldbrandsommer in Los Angeles.
In einem Interview erklu00e4rte Longstreth den intensiven Entstehungsprozess des Albums: „Ich schrieb die erste Version in sechs intensiven Wochen wu00e4hrend der Pandemie, gefolgt von drei Jahren u00dcberarbeitung.“ Das Ergebnis ist eine Integration der typischen Elemente der Dirty Projectors – Gitarre, Schlagzeug und vier Stimmen, einschlieu00dflich Longstreths – in eine strukturierte Orchestermusik, die von Stargaze virtuos umgesetzt wird.
Besonders bemerkenswert ist der Titel „Uninhabitable Earth, Chapter One“, der mit seiner folkigen Note und den tiefgru00fcndigen Texten zum Klimawandel hervorsticht. „Ich wollte etwas schaffen, das u00fcber Traurigkeit hinausgeht: Schu00f6nheit durchzogen von Schaden“, erlu00e4utert Longstreth seine ku00fcnstlerische Vision.
Anna Wiener, die das Werk als „bewegend und ungewöhnlich“ beschreibt, hebt die allegorische Qualitu00e4t der Songs hervor. Longstreth selbst bezeichnet seine Musik als „Landschaftsmusik“ – „Musik, die sich wie die natu00fcrliche Welt anfühlt und schiefgelegt ist, wie eine Landschaftsorientierung.“
„Jedes Lied wird zu einer alternativen Welt, einer kleinen Allegorie dessen, was mu00f6glich ist, ein kleiner Wegweiser fu00fcr den Zuhu00f6rer“, erklu00e4rt Longstreth. „Willst du dein Leben ein bisschen mehr in diese Richtung bewegen? Ku00f6nntest du dir eine Welt vorstellen, in der die Dinge ein wenig mehr so sind?“
David Longstreth, der fu00fcr sein bemerkenswertes Gespu00fcr fu00fcr eingu00e4ngige Melodien bekannt ist, hat im Laufe seiner Karriere mit verschiedenen Ku00fcnstlern wie Joanna Newsom, Solange Knowles, Major Lazer und David Byrne zusammengearbeitet. Die Erfahrungen dieser vielfu00e4ltigen Kooperationen flieu00dfen in „Song of the Earth“ ein und verleihen dem Werk eine einzigartige Klangidentitu00e4t.
Longstreth, der von Bju00f6rk als „idiosynkratisches Talent“ beschrieben wurde, ist fu00fcr seine musikalische Intensitu00e4t bekannt. Katy Davidson (Dear Nora) brachte es treffend auf den Punkt: „Er wird dich an einen schu00f6nen Ort bringen, aber es wird eine Kante daran geben.“ Diese Spannung zwischen Schu00f6nheit und Unbehagen ist ein zentrales Element des neuen Albums.
Bereits vor der offiziellen Veru00f6ffentlichung erhielt „Song of the Earth“ beachtliche Anerkennung. Far Out Magazine lobte das Projekt als „ambitioniert und innovativ“, das nicht nur klassische Konzertmusik neu definiere, sondern orchestrale Elemente mit alternativen Klu00e4nen auf beeindruckende Weise kombiniere.
Fu00fcr Longstreth selbst markiert das Album einen wichtigen ku00fcnstlerischen Meilenstein. Nach persu00f6nlichen und beruflichen Herausforderungen, die er als „Erweckung“ bezeichnet, fu00fchlt er sich mit diesem Werk wieder stu00e4rker mit seinen musikalischen Anfu00e4ngen verbunden. „Jedes Album ist ein anderer Moment im Leben“, reflektiert er.
Mit „Song of the Earth“ hat Longstreth einen musikalischen Raum geschaffen, in dem die dru00e4ngendsten Fragen unserer Zeit – Klimawandel, Naturzerstu00f6rung und unsere Beziehung zur Erde – ku00fcnstlerisch verarbeitet werden. Das Werk steht ab heute zum Streaming und Kauf bereit und wird zweifellos zu den bedeutendsten Veru00f6ffentlichungen dieses Fru00fchjahrs zu00e4hlen.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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