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Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft setzte gestern ein deutliches Ausrufezeichen auf dem Weg zur EM in der Schweiz. Mit einem überzeugenden 4:0 (2:0) gegen Schottland in Dundee festigte das Team von Bundestrainer Christian Wück die Tabellenführung in der Nations League. Besonders erfreulich: Die lange gesuchte defensive Stabilität kehrte zurück, was sowohl Trainer als auch Spielerinnen nach dem Abpfiff hervorhoben.
Besser hätte das Spiel für die DFB-Frauen kaum beginnen können. Bereits nach 58 Sekunden brachte Elisa Senß die deutsche Mannschaft in Führung. Nach einer Ecke fasste sich die 27-Ältere ein Herz und traf mit einem präzisen Distanzschuss ins linke Eck. „Wir hatten uns für die Ecken was vorgenommen. Ich habe versucht, den Ball aufs Tor zu bringen, dass der so reingeht, ist natürlich toll“, freute sich die Torschützin nach dem Spiel.
Doch trotz der frühen Führung lief nicht alles nach Plan. Das deutsche Team hatte Probleme, ins Spiel zu finden, und leistete sich ungewohnt viele Fehler im Spielaufbau. Die Schottinnen pressten mutig und übernahmen zeitweise sogar die Kontrolle. „Wir haben sehr viele leichte Fehler im Passspiel und im ersten Kontakt gehabt, weil der Rasen ziemlich holprig war“, erklärte Wück die anfänglichen Schwierigkeiten.
In der 21. Minute konnte das DFB-Team den Sieg durch 2:0 weiter festigen – wenn auch mit freundlicher Unterstützung der Gastgeberinnen. Nach einem schnellen Konter spielte Jule Brand den Ball flach nach innen, wo Sophie Howard unglücklich ins eigene Tor grätschte. Trotz der komfortablen Führung fand die deutsche Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht zu ihrem gewohnten Rhythmus.
Mit Wiederanpfiff kam die eingewechselte Cora Zicai für Klara Bühl ins Spiel – eine Entscheidung, die sich auszahlen sollte. In der 57. Minute erhöhte die 20-Ältere nach Vorarbeit von Linda Dallmann auf 3:0. Nur zwei Minuten später machte Lea Schüller mit dem 4:0 gegen die überforderte schottische Torhüterin Lea Gibson alles klar.
„Vorne vier Tore, hinten zu null. Das ist auch, was wir uns vorgenommen haben“, bilanzierte Wück zufrieden, fügte aber kürzlich hinzu: „Wir waren heute zwar nicht so sauber, aber es waren auch nicht beste Bedingungen auf dem Platz.“ Auf einer Skala von zehn bewertete er die Leistung seines Teams mit einer „6,5 bis 7“.
Besonders erfreulich war für den Bundestrainer die stabile Defensivleistung. Nach einigen wackeligen Auftritten in der Vergangenheit hielt die Abwehr um Kapitänin Giulia Gwinn diesmal stand. Gwinn selbst verhinderte in der Schlussphase mit einer starken Aktion einen Gegentreffer und unterstrich damit ihre Führungsqualitäten.
„Man hat gesehen, wie sich alle gefreut haben… dass wir zu Null spielen können, wenn wir alle zusammenhalten“, lobte Wück die geschlossene Teamleistung. Die Kapitänin ergänzte: „Das Spiel zeigt, dass wir defensiv stabil sein können, wenn jeder seinen Beitrag leistet.“
Trotz der angespannten Personalsituation in der Defensive – Rebecca Knaak und Kathrin Hendrich fehlten verletzungsbedingt – zeigte die 20-jährige Franziska Kett bei ihrem Startelfdebüt eine solide Leistung als Linksverteidigerin. „Es gibt noch Luft nach oben… aber sie war mutig“, analysierte ihr Trainer die Vorstellung der Bayern-Spielerin.
Das Rückspiel gegen Schottland findet bereits am Dienstag in Wolfsburg statt. Dann wird die Partie erstmals vom Kinderkanal „KiKa“ übertragen – ein Novum für den Frauenfußball in Deutschland. Mit dem überzeugenden Auswärtssieg im Rücken können die DFB-Frauen selbstbewusst in diese Begegnung gehen.
Für Bundestrainer Wück steht fest: Der Weg zur EM in der Schweiz, wo Deutschland am 4. Juli auf Polen trifft, ist noch weit. Nur noch drei Länderspiele stehen bis zum Turnierstart auf dem Programm. Doch der gestrige Auftritt in Schottland war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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