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Der März 2025 hat uns eine beeindruckende Vielfalt an musikalischen Neuerscheinungen beschert, die von tiefgründigen deutschsprachigen Debüts bis hin zu legendären Techno-Klassikern reichen. Entdecke mit uns die herausragendsten Alben des vergangenen Monats, die nicht nur bei Kritikern, sondern auch bei Fans für Aufsehen gesorgt haben. Von verträumten Indie-Klängen bis zu düsterem Techno ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei.
Das Duo Blumengarten, bestehend aus Sänger Rayan Djima und Produzent Sammy Eickmann, hat Ende März ihr erstes Album „Ich liebe dich für immer“ veröffentlicht. Die 12 Songs nehmen dich mit auf eine emotionale Reise durch Spätsommer-Träumereien, nostalgische Kindheitserinnerungen und existenzielle Ängste vor der Vergänglichkeit. Was dieses Album besonders auszeichnet, sind die ehrlichen und verspielten Texte, die tief unter die Haut gehen.
Rayan Djima erklärte in einem Interview: „Die Zeit hält für niemanden an. Egal wie bekannt man wird oder wie viel Geld man verdient, sie geht einfach weiter.“ Diese Reflexion über die Vergänglichkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das Album. Mit namhaften Featuregästen wie Sido, Apsilon und Symba hat das Duo zudem für abwechslungsreiche Klangerlebnisse gesorgt. Der emotionale Abschluss des Albums bildet das Outro „Dunkelschwarz“, das einen tiefgründigen und nachdenklichen Abschluss bietet.
Während Delta Radio das Album zur „Album der Woche“ kürte und die einzigartige Klangwelt lobte, gab es auch kritische Stimmen. So bewertete Plattentests.de das Werk mit nur 2/10 Punkten und bezeichnete es als „stromlinienförmigen Deutschpop ohne Ecken und Kanten“. Trotz dieser Kritik scheint Blumengarten einen Nerv getroffen zu haben, wie die überwiegend positiven Reaktionen zeigen.
Pünktlich zum Frühlingsanfang hat T-God sein neuestes Werk „Halunken & Ganoven“ veröffentlicht. Das Album kombiniert vertraute Elemente wie Sample-Beats und seine charakteristische rotzige Attitüde mit frischen Nuancen, die selbst langjährige Fans überraschen. Thematisch dreht sich vieles um das Kiffen und große Ambitionen, aber es ist die einzigartige Kombination aus T-Gods spezieller Wortwahl und den soulig-warmen Produktionen, die dieses Album zu etwas Besonderem machen.
Ein Highlight des Albums ist der Track „Sachen, die mich high machen“, der mit einer überraschenden Provinz-Referenz aufwartet und zeigt, dass T-God sich nicht scheut, auch außerhalb seiner Komfortzone zu experimentieren.
Mit „das wär doch nicht nötig gewesen“ bringt JACE die Fortsetzung zu seinem letzten Jahr erschienenen Werk „9 Leben“, diesmal in Zusammenarbeit mit Richard Milli. Auf den sieben Tracks zeigt sich JACE von seiner ironischen und humorvollen Seite, ohne dabei an Ernsthaftigkeit einzubüßen. Die souligen Beats von Richard Milli und die unterhaltsamen Skits verleihen dem Album eine besondere Note.
Inhaltlich spricht JACE über seinen Werdegang und thematisiert auch mentale Gesundheit. Fans des Künstlers werden sich besonders über die Fortsetzung des Klassikers „Treppen“ von 2018 freuen, der eine neue Dimension erhält.
Auf internationaler Ebene hat Perfume Genius mit seinem Album „Glory“ für Aufsehen gesorgt. Mike Hadreas, das kreative Genie hinter dem Projekt, ist mit seiner Band ins Studio gegangen und hat ein lebendiges, weniger elektronisches Album produziert. Gemeinsam mit Blake Mills als Produzenten und Alan Wyffels als Co-Autor thematisiert „Glory“ den zentralen Konflikt zwischen Innen und Außen. Der Hit des Albums „No Front Teeth“ (feat. Aldous Harding) führt bereits die Nachtmix+Zündfunk/Bayern2 Top-Traxx-Charts an.
Auch Noah Lennox, besser bekannt als Panda Bear, hat mit „Sinister Grift“ ein neues Solo-Album veröffentlicht. Im Vergleich zu früheren Werken zeigt er sich hier weniger experimentell und mehr rock-orientiert, mit deutlichen harmonischen Beach-Boys-Einflüssen. Während die Melodien leicht und ansprechend sind, enthalten die Texte bittersüße Reflexionen über persönliche Verluste. Eine besondere Note erhält das Album durch die Beiträge seiner Tochter, die das emotionale Spektrum erweitert.
Das herausragendste Album des Monats März 2025 ist jedoch „End Beginnings“ von Sandwell District. Das Werk von Karl O’Connor und David Sumner erhält durch den tragischen Tod ihres Kollegen John Juan Mendez (Silent Servant) im Januar 2024 eine besondere Bedeutung. Seit über drei Jahrzehnten prägt das Kollektiv den Birmingham Sound und hat ihn in die industrielle Technokultur integriert.
Trotz der Herausforderungen nach Mendez‘ Tod konnte „End Beginnings“ als gemeinschaftlicher Kraftakt vollendet werden. Verschiedene Künstler wie Seth Horvitz und Simon Shreeve haben zu diesem Meisterwerk des zeitgenössischen Technos beigetragen. Das Album fasst die turbulente Geschichte des Kollektivs zusammen und dient gleichzeitig als elegische Hommage an Silent Servant.
Der Opener „Dreaming“ spiegelt Mendez‘ Einfluss wider, während Tracks wie „Self-Initiate“ und „Will You Be Safe?“ mit Breakbeat-Elementen arbeiten, die sowohl ritualistische Ursprünge als auch psychosomatischen Kontrollverlust thematisieren. „Citrinitas Acid“ huldigt dem Retrofuturismus von Gerald Donald, während „Hidden“ die Hörer in andere Wahrnehmungsebenen führt und die Abwesenheit von Mendez symbolisiert, dessen Geist und Ästhetik das Werk maßgeblich geprägt haben.
In einer Zeit, in der die Clubkultur zunehmend kommerzialisiert wird, halten O’Connor und Sumner am ursprünglichen Spirit fest und setzen mit ihrer minimalistischen, maschinellen Musik ein starkes Statement. Das Ende des Albums symbolisiert den Beginn von etwas Neuem und macht „End Beginnings“ zum verdienten Album des Monats März 2025.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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