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today02.04.2025
Mit einer beispiellosen 25-stündigen Rede hat der demokratische Senator Cory Booker gestern einen neuen Rekord im US-Senat aufgestellt. Seine Marathon-Ansprache richtete sich gegen die Politik von Präsident Donald Trump und übertraf den bisherigen Rekord von Strom Thurmond aus dem Jahr 1957 um 47 Minuten. Während Thurmond damals gegen ein Bürgerrechtsgesetz protestierte, nutzte Booker seine Redezeit, um auf die seiner Meinung nach gefährlichen Entwicklungen unter der Trump-Administration aufmerksam zu machen.
Mit seiner 25 Stunden und fünf Minuten dauernden Rede hat Booker nicht nur einen neuen Rekord aufgestellt, sondern auch ein kraftvolles Zeichen des Widerstands gesetzt. Der 55-jährige Senator aus New Jersey begann seine Rede am Montagabend um 19 Uhr und hielt durch bis Dienstagabend um 20:06 Uhr – ohne Sitzpausen oder Toilettengänge.
„Ich erhebe mich heute Abend, weil ich ehrlich glaube, dass unser Land sich in einer Krise befindet“, erklärte Booker zu Beginn seiner Rede. Er betonte die Dringlichkeit der aktuellen Situation: „In nur 71 Tagen hat der Präsident der Vereinigten Staaten der Sicherheit der Amerikaner, ihrer finanziellen Stabilität und den Grundlagen unserer Demokratie so viel Schaden zugefügt.“
Die Regeln des Senats verlangen, dass ein Redner während seiner gesamten Sprechzeit stehen muss. Um dieses anstrengende Unterfangen zu meistern, trug Booker bequeme Schuhe und folgte einer „nichts rein, nichts raus“-Strategie – er trank bewusst wenig Wasser, um Toilettenpausen zu vermeiden.
Unterstützung erhielt er von seinen demokratischen Kollegen, die ihm durch Zwischenfragen kurze Verschnaufpausen ermöglichten. Der Minderheitsführer des Senats, Chuck Schumer, lobte Bookers Durchhaltevermögen: „Ihre Stärke, Ihre Tapferkeit und Ihre Klarheit sind einfach nur erstaunlich. Ganz Amerika hört auf das, was Sie sagen.“
Besonders bedeutsam ist der Kontrast zwischen Bookers Rede und der des früheren Rekordhalters Strom Thurmond. Senator Chris Murphy aus Connecticut hob diesen Unterschied hervor: „Was Sie hier heute getan haben, Senator Booker, könnte nicht unterschiedlicher sein als das Ereignis von 1957.“ Während Thurmond damals gegen die Bürgerrechte sprach, stellte sich Booker – selbst Nachkomme von Sklaven und Sklavenhaltern – gegen eine Politik, die er als Bedrohung für die amerikanische Demokratie betrachtet.
„Ich bin hier, weil die Menschen mächtiger sind, so mächtig er auch war,“ sagte Booker mit Bezug auf Thurmonds Rekordansprache vor 68 Jahren.
Während seiner mehr als eintägigen Rede deckte Booker zahlreiche Themen ab. Er kritisierte die radikalen Kürzungen des Staatsapparats unter Trump, las Briefe von betroffenen Bürgern vor und warnte vor einer „drohenden verfassungsrechtlichen Krise“ aufgrund von Trumps Plänen.
Darüber hinaus sprach er über Gesundheitsversorgung, Einwanderung, Wirtschaft und Bildung. Er thematisierte auch den Einfluss von Elon Musk auf die Schließung von Sozialversicherungsbüros und forderte seine Partei zur Selbstreflexion auf: „We all must look in the mirror and say, ‚We will do better.'“
Bookers historische Rede zog enorme Aufmerksamkeit auf sich. Mehr als 115.000 Menschen verfolgten den Livestream auf YouTube, und in den sozialen Medien wurde die Aktion intensiv diskutiert. Obwohl es sich nicht um einen klassischen Filibuster handelte, der eine spezifische Gesetzgebung blockieren sollte, stoppte seine Ansprache vorübergehend die legislative Arbeit im von Republikanern kontrollierten Senat.
Mit seiner Rede könnte Booker seine Position innerhalb der Demokratischen Partei gestärkt haben – besonders in einer Zeit, in der die Parteibasis nach neuen Führungsfiguren sucht, die bereit sind, sich Trump entschieden entgegenzustellen. Kritiker hatten den Demokraten vorgeworfen, der Trump-Administration nicht energisch genug zu widersprechen.
Am Ende seiner Rede appellierte Booker an alle Amerikaner, nicht nur Widerstand gegen Trump zu leisten, sondern auch Freundlichkeit und Großzügigkeit in ihren Gemeinschaften zu zeigen: „Ich mag Angst haben – meine Stimme mag zittern – aber ich werde mich noch mehr zu Wort melden.“
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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