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HSV gastiert in Nürnberg: Traditionsduell vor ausverkauftem Haus

today05.04.2025

Hintergrund

Am kommenden Samstag trifft der Hamburger SV im Max-Morlock-Stadion auf den 1. FC Nürnberg. Das Traditionsduell der beiden offensivstärksten Teams der 2. Bundesliga verspricht Spannung pur – und das vor ausverkauftem Haus mit nahezu 50.000 Zuschauern. Erstmals seit 18 Jahren ist das Stadion beim Aufeinandertreffen dieser Traditionsvereine komplett gefüllt. Mit über 10.000 mitreisenden HSV-Fans wird für eine außergewöhnliche Atmosphäre gesorgt sein.

Traditionsduell mit guter HSV-Bilanz

HSV gastiert in Nürnberg: Traditionsduell vor ausverkauftem Haus

Die Geschichte zwischen dem FCN und dem HSV ist lang und traditionsreich. In insgesamt 90 Pflichtspielen standen sich die beiden Vereine bereits gegenüber, davon 64 in der Bundesliga. Der HSV führt die Bilanz mit 45 Siegen deutlich an, während Nürnberg nur 23 Mal gewinnen konnte. Besonders beeindruckend: In den letzten fünf Partien gegen den Club holte der HSV 13 Punkte und verlor nur eines von 16 Pflichtspielen.

Die letzten beiden Aufeinandertreffen im Max-Morlock-Stadion endeten jeweils mit einem 2:0-Erfolg für den HSV. Besonders Robert Glatzel scheint gegen Nürnberg einen Lauf zu haben – in beiden Spielen traf er ins Schwarze. Insgesamt hat der Stürmer in seinen neun Zweitliga-Spielen gegen Nürnberg bereits acht Tore erzielt.

Offensivpower auf beiden Seiten

Mit 58 Toren führt der Hamburger SV die Liga-Torschützenliste an, während der 1. FC Nürnberg mit 47 Treffern auf Platz 4 liegt. Beide Teams glänzen besonders bei Umschaltaktionen und Fernschüssen. Der HSV verzeichnet acht Kontertore (Ligabestwert), während Nürnberg mit fünf Treffern nach schnellen Gegenstößen auf Rang 5 liegt. Bei Toren außerhalb des Strafraums stehen beide mit jeweils acht Treffern auf dem geteilten zweiten Platz.

Interessant ist die unterschiedliche Herangehensweise in der Offensive: Der HSV erzielt 72 Prozent seiner Tore über die Außenpositionen und hat bereits elf Tore nach Flanken erzielt – nur der KSC hat mehr. Nürnberg hingegen schlagt die wenigsten Flanken der Liga (171) und konnte bisher nur drei Tore nach Flanken erzielen (Platz 16). Zwei Drittel ihrer Tore erzielten die Franken durch zentrale Angriffe.

Personalsituation beim HSV

HSV-Trainer Merlin Polzin müsst heute auf einige wichtige Spieler verzichten. Davie Selke fällt mit Rückenproblemen aus, obwohl er laut Polzin „im Abschlusstraining alles versucht hat“. Auch Dennis Hadzikadunic (Schulter) und Jonas Meffert (Nasenbeinbruch) stehen nicht zur Verfügung. Ransford Königsdörffer und Lukasz Poreba rücken dafür in die Startelf.

Die Konkurrenz im Sturm bezeichnet Polzin als „absolute Topsituation“ – neben dem verletzten Selke (17 Saisontreffer) kann er auch auf Königsdörffer (11 Tore) zurückgreifen.

Volles Haus und Rekordkulisse

Das Max-Morlock-Stadion öffnet heute bereits um 11:00 Uhr seine Tore, damit die erwarteten knapp 50.000 Zuschauer rechtzeitig ihre Plätze einnehmen können. Für die Nürnberger ist es bereits das dritte ausverkaufte Heimspiel in dieser Saison, nach den Partien gegen Schalke und Fürth. Mit diesem Spiel steigt der Zuschauerschnitt der Franken auf über 35.000 pro Spiel – der höchste Wert seit der Bundesligasaison 2018/19.

Besonders bemerkenswert ist die Unterstützung der HSV-Fans: Über 10.000 Anhänger werden erwartet, mehr als 8.000 Gästetickets wurden verkauft. Der HSV, der mittlerweile auf 120.000 Mitglieder angewachsen ist und damit zu den sieben mitgliederreichsten Vereinen Deutschlands zählt, kann sich auch auswärts auf seine treuen Fans verlassen. Im Schnitt reisen über 6.000 HSV-Anhänger zu den Auswärtsspielen.

Wichtige Hinweise für Stadionbesucher

Aufgrund des hohen Besucheraufkommens wird eine frühzeitige Anreise empfohlen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Fans sollten beachten, dass die Herzogstraße wegen Bauarbeiten gesperrt ist und die Anfahrt über die Gleiwitzer Straße und Karl-Schönleben-Straße erfolgt. Parkmöglichkeiten bestehen in der Beuthener Straße und der Großen Straße.

Besuchern wird geraten, Taschen und Rucksäcke zu Hause zu lassen. Für die Abgabe größerer Taschen wird eine Gebühr von zwei Euro erhoben. Wichtig ist auch, auf den richtigen Eingang zu achten, der auf dem Ticket vermerkt ist. Das bargeldlose Bezahlen ist im gesamten Stadion möglich.

Ein besonderer Hinweis für alle Besucher: Der Konsum von Cannabis ist im Stadion verboten. Zusätzlich gilt ein Rauchverbot in den gekennzeichneten Blöcken 19a, 20 und 34.

Geschrieben von: RadioMonster.FM