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Die britische Miniserie „Adolescence“ entwickelt sich zum absoluten Streaming-Phänomen auf Netflix. In nur drei Wochen nach der Veröffentlichung am 13. März 2025 wurde die Serie weltweit bereits 96,7 Millionen Mal abgerufen. Damit klettert das düstere Drama über einen 13-jährigen Jungen, der eine Mitschülerin tötet, auf Platz 9 der erfolgreichsten englischsprachigen Netflix-Serien aller Zeiten – und lässt dabei sogar Giganten wie „Bridgerton“ und „Stranger Things“ hinter sich.
Die Erfolgsgeschichte von „Adolescence“ begann bereits in der ersten Woche nach dem Release mit beeindruckenden 24,3 Millionen Views. In der zweiten Woche schnellten die Abrufzahlen auf 42 Millionen hoch, was die Gesamtzahl auf 66,3 Millionen steigerte. Auch in der dritten Woche blieben die Viewzahlen mit 30,4 Millionen auf einem hohen Niveau – ein ungewöhnlicher Erfolg, da die meisten Serien nach dem anfänglichen Hype deutliche Einbrüche verzeichnen.
Die Serie überstrahlt damit sogar aktuelle Netflix-Neuveröffentlichungen wie „Morgen kommt ein neuer Himmel“, das mit 24,4 Millionen Views weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz der meistgesehenen Titel der letzten Woche landete.
Experten spekulieren bereits, dass „Adolescence“ noch weiter in der All-Time-Bestenliste aufsteigen könnte. Da Netflix die Statistiken der ersten 91 Tage nach Veröffentlichung für seine Rankings heranzieht, hat die Serie noch über zwei Monate Zeit, um weitere Zuschauer zu gewinnen. Ein Platz unter den Top 3 der erfolgreichsten Netflix-Serien scheint durchaus im Bereich des Möglichen zu liegen.
Aktuell führt „Wednesday“ mit 252,1 Millionen Views die Top-10-Liste an, gefolgt von „Stranger Things“ Staffel 4 (140,7 Millionen) und der True-Crime-Serie „Dahmer“ (115,6 Millionen).
Was macht „Adolescence“ so besonders? Die Serie erzählt die Geschichte des 13-jährigen Jamie Miller, der eine Mitschülerin brutal ermordet. In vier Episoden erkundet die Serie die Radikalisierung junger Männer im Internet, die Auswirkungen der Incel-Kultur und die Einflüsse sozialer Medien auf die Psyche von Heranwachsenden.
Besonders hervorzuheben ist der innovative Drehstil: Jede der vier Episoden wurde in Echtzeit ohne Schnitte gedreht – eine filmische Meisterleistung, die besonders in der dritten Episode zur Geltung kommt. Hier verhört eine Psychologin, gespielt von Erin Doherty, den jungen Protagonisten in einem intensiven Gespräch zu seinen Beweggründen.
In Großbritannien hat „Adolescence“ eine intensive Debatte über Messerkriminalität und toxische Männlichkeit ausgelöst. Der britische Premierminister Keir Starmer unterstützt sogar eine Initiative, die es Schulen ermöglicht, die Serie im Unterricht zu zeigen. „Es ist wichtig, offen über ihre Kommunikation und die Inhalte, die sie konsumieren, zu sprechen, um schädliche Einflüsse zu bekämpfen“, erklärte Starmer, der die Serie mit seinen eigenen Kindern gesehen hat.
Auch Schauspieler und Co-Schöpfer Stephen Graham, der in der Serie Jamie Millers Vater spielt, betont die gesellschaftliche Relevanz: „Welche Einflüsse von Gleichaltrigen, dem Internet und sozialen Medien setzen unsere jungen Männer unter Druck? Diese Frage steht im Mittelpunkt unseres Dramas.“
Angesichts des enormen Erfolgs wird bereits über eine mögliche zweite Staffel spekuliert, obwohl die Serie ursprünglich als abgeschlossene Miniserie konzipiert wurde. Netflix hält sich zu diesen Gerüchten bislang bedeckt, doch bei diesen Abrufzahlen dürfte eine Fortsetzung zumindest in Erwägung gezogen werden.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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