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Pokal-Sensation: Arminia Bielefeld schockt Leverkusen mit peinlicher Halbfinal-Blamage

today02.04.2025

Hintergrund

Der deutsche Fußball hat eine weitere Cup-Sensation erlebt! Arminia Bielefeld hat gestern für eine der größten Pokal-Überraschungen der letzten Jahre gesorgt. Der Drittligist bezwang den amtierenden Deutschen Meister Bayer Leverkusen mit 2:1 und steht damit sensationell im DFB-Pokalfinale. Was als normales Halbfinalspiel begann, endete in einem Fußball-Märchen für die Bielefelder und einer bitteren Blamage für die hochfavorisierte Werkself.

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Pokal-Sensation: Arminia Bielefeld schockt Leverkusen mit peinlicher Halbfinal-Blamage

Nach einem frühen Führungstreffer durch Jonathan Tah (17. Minute) sah zunächst alles nach einem Pflichtsieg für die Leverkusener aus. Doch die Arminia zeigte sich unbeeindruckt und schlug durch Marius Wörl (20.) und Maximilian Größer (45.+3) noch vor der Pause doppelt zurück. In der zweiten Halbzeit rannte Bayer verzweifelt an, fand jedoch kein Mittel gegen die leidenschaftlich kämpfenden Bielefelder.

Die Atmosphäre auf der Bielefelder Alm war elektrisierend. Über 26.000 Zuschauer peitschten ihre Mannschaft nach vorne und wurden am Ende mit dem sensationellen Finaleinzug belohnt. Für Arminia ist es der größte Erfolg seit Jahrzehnten – und für Leverkusen eine schmerzhafte Erinnerung daran, dass im Pokal eigene Gesetze gelten.

Rasen-Diskussion: Peinliche Ausreden nach der Niederlage

Statt die überragende Leistung der Bielefelder anzuerkennen, sorgte Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro nach dem Spiel mit einer fragwürdigen Analyse für Kopfschütteln. Er machte den nicht gewässerten Rasen für die Niederlage mitverantwortlich: “Ich habe mich vor dem Spiel geärgert, dass nicht gewässert wurde. Das muss ich dem Rettig sagen”, so Carro mit Blick auf DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig.

Die Kritik an den Platzverhältnissen stieß bei den Bielefeldern auf wenig Verständnis. Trainer Michél Kniat konterte trocken: “Das sind unsere Regeln hier.” Sportchef Michael Mutzel betonte, dass man sich strikt an die DFB-Regeln gehalten habe: “Eine Bewässerung vor dem Spiel ist nicht verpflichtend – warum sollten wir uns einen Nachteil verschaffen?”

Tatsächlich hatte Kniat vor dem Spiel strategisch klug angedeutet, einen stumpfen Platz schaffen zu wollen, um die Chancen gegen den Meister zu erhöhen – eine im Fußball durchaus übliche taktische Maßnahme.

Selbstkritik statt Ausreden: Xhaka nimmt kein Blatt vor den Mund

Während die Vereinsführung über den Rasen diskutierte, fand Leverkusens Mittelfeldspieler Granit Xhaka deutlichere Worte zur Leistung seiner Mannschaft: “Das war mit Abstand das schlechteste Spiel der Saison, das ist Fakt. Wir haben es nicht geschafft, uns vorne durchzusetzen, haben hinten einfache Fehler gemacht und so gewinnst du gegen keine Mannschaft der Welt”, erklärte der Schweizer Nationalspieler nach dem Spiel.

Xhakas ehrliche Analyse trifft den Kern des Problems: Leverkusen agierte über weite Strecken ideenlos und ließ die sonst so typische Spielfreude vermissen. Die Werkself wirkte mýe und konnte zu keinem Zeitpunkt ihr gewohntes Kombinationsspiel aufziehen.

Titelträume geplatzt: Was bleibt Leverkusen noch?

Nach dem sensationellen Double aus Meisterschaft und Pokal in der Vorsaison bedeutet das Ausscheiden in Bielefeld einen herben Rückschlag für die Ambitionen der Leverkusener. Die Verteidigung der Deutschen Meisterschaft bleibt nun die letzte verbliebene Titelchance – keine leichte Aufgabe angesichts des aktuellen Rückstands von sechs Punkten auf den FC Bayern München.

Trainer Xabi Alonso steht vor der Herausforderung, seine Mannschaft nach dieser bitteren Enttäuschung wieder aufzurichten. Bereits am Wochenende wartet mit dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen RB Leipzig die nächste schwere Aufgabe.

Bielefelds Märchen geht weiter

Für Arminia Bielefeld dagegen ist der Finaleinzug ein historischer Erfolg. Nach turbulenten Jahren mit Auf- und Abstiegen sorgt der Traditionsverein nun für positive Schlagzeilen. Im Finale trifft die Mannschaft von Trainer Kniat auf den Sieger der zweiten Halbfinalbegegnung zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FC Köln.

Die Euphorie in der ostwestfälischen Stadt ist grenzenlos. Schon jetzt träumen die Fans vom ganz großen Coup – dem ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Nach der gestrigen Leistung gegen den amtierenden Meister scheint nichts mehr unmöglich zu sein.

Die Pokal-Blamage von Leverkusen reiht sich ein in die Liste der großen Überraschungen im DFB-Pokal und bestätigt einmal mehr den besonderen Reiz dieses Wettbewerbs: Im Pokal kann an einem guten Tag jeder jeden schlagen – selbst ein Drittligist den amtierenden Deutschen Meister.

Geschrieben von: RadioMonster.FM