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Quentin Tarantino und David Fincher bringen ‚Once Upon A Time In Hollywood‘-Fortsetzung zu Netflix

today02.04.2025

Hintergrund

Die Filmwelt steht vor einer sensationellen Zusammenarbeit: Quentin Tarantino und David Fincher vereinen ihre Kräfte für eine Fortsetzung des gefeierten Films „Once Upon A Time In Hollywood“. Brad Pitt kehrt in seiner Oscar-prämierten Rolle als Stuntman Cliff Booth zurück, während Tarantino das Drehbuch liefert und Fincher die Regie übernimmt. Das Projekt wird für Netflix produziert und markiert eine überraschende Wendung in Tarantinos ursprünglichem Plan, nur zehn Filme zu drehen.

Eine unerwartete Partnerschaft zweier Filmgrößen

Quentin Tarantino und David Fincher bringen 'Once Upon A Time In Hollywood'-Fortsetzung zu Netflix

Die Zusammenarbeit zwischen Tarantino und Fincher überrascht Filmfans weltweit. Während Tarantino für seinen einzigartigen Erzählstil und seine Dialoge bekannt ist, hat sich Fincher mit düsteren, technisch perfekten Filmen wie „Sieben“, „Fight Club“ und „Gone Girl“ einen Namen gemacht. Für Brad Pitt bedeutet das Projekt eine Wiedervereinigung mit Fincher, mit dem er bereits bei mehreren erfolgreichen Produktionen zusammengearbeitet hat.

Quentin Tarantino äußerte sich begeistert über die Zusammenarbeit: „Finchers Stil passt perfekt zu dem neuen Projekt. Ich konnte einfach nicht aufhören, an Cliff Booths Geschichte weiterzudenken.“ Brad Pitt selbst bezeichnete Fincher als „einen der besten Regisseure seiner Generation“ und freut sich darauf, die vielen Facetten seiner Figur erneut zu erkunden.

Vom verworfenen „The Movie Critic“ zur Booth-Fortsetzung

Interessanterweise hat das Projekt seinen Ursprung in Tarantinos verworfenem Film „The Movie Critic“, der ursprünglich als sein zehnter und letzter Film geplant war. Das Drehbuch, das in den 1970er Jahren spielen und einen Filmkritiker für ein Pornomagazin in den Mittelpunkt stellen sollte, wurde jedoch aufgegeben. Stattdessen entwickelte Tarantino die Geschichte von Cliff Booth weiter.

Insider berichten, dass Pitt von bestimmten Aspekten des sich ständig weiterentwickelnden Skripts fasziniert war und schließlich Fincher ins Boot holte. Tarantino gab seine Zustimmung, und das Projekt wurde bei Netflix neu verpackt, wo Fincher einen exklusiven Vertrag hat.

Wechsel von Sony zu Netflix

Der Wechsel von Sony Pictures, die das Original 2019 veröffentlichten, zu Netflix ist bemerkenswert. Tarantino hatte jedoch einen cleveren Deal mit Sony ausgehandelt, der ihm nach mehreren Jahren die Rechte an den Charakteren zurückgibt und ihm einen steigenden Anteil am Film über einen Zeitraum von 20 Jahren sichert.

Diese einzigartige Vereinbarung erklärt, warum das Projekt nicht offiziell als Sequel oder Prequel betrachtet wird, sondern lediglich Cliff Booth als Charakter verwendet. Der Produktionsstart ist für den Sommer geplant, und Branchenkenner rechnen mit einem Kinostart im kommenden Jahr.

Die Zukunft von Tarantinos Filmografie

Die Fortsetzung stellt nicht Tarantinos letzten Film dar. Technisch gesehen hat er bereits zehn Filme gedreht, betrachtet jedoch „Kill Bill: Volume 1“ (2003) und „Volume 2“ (2004) als ein zusammenhängendes Werk. Sein nächstes direktes Regiewerk würde somit als sein finales Stück angesehen werden.

Durch die aktuelle Konstellation hat Tarantino einen eleganten Ausweg aus seinem selbst auferlegten Limit gefunden. Er folgt damit einer Tradition in seiner Karriere, gelegentlich Drehbücher zu schreiben, die von anderen Regisseuren umgesetzt werden – frühere Beispiele sind „True Romance“, „Natural Born Killers“ und „From Dusk Till Dawn“.

Besetzungsfragen und weitere Entwicklungen

Während Brad Pitts Rückkehr als Cliff Booth bestätigt ist, bleibt die Beteiligung von Leonardo DiCaprio, der im Original den fiktiven Schauspieler Rick Dalton spielte, unklar. Gerüchte über einen möglichen Cameo-Auftritt halten sich hartnäckig, doch DiCaprio ist auch für ein Evel-Knievel-Projekt bei Paramount im Gespräch, was zu Terminüberschneidungen führen könnte.

David Fincher kommentierte seine ungewöhnliche Rolle als Regisseur eines Sequels zu einem Film eines anderen bekannten Filmemachers: „Es ist selten in Hollywoods Geschichte vorgekommen, dass ein Regisseur wie ich an einem Sequel eines anderen großen Filmemachers arbeitet. Tarantinos Drehbuch ist brillant – es bietet mir die Möglichkeit, neue kreative Wege einzuschlagen.“

Die Filmwelt wartet nun gespannt auf weitere Details zu diesem außergewöhnlichen Projekt, das die Vision zweier der einflussreichsten Regisseure unserer Zeit vereint und gleichzeitig eine der faszinierendsten Figuren des modernen Kinos zurückbringt.

Geschrieben von: RadioMonster.FM