Musik

Shirin David: Warum die Rap-Queen Journalisten von ihrer Tour verbannt

today02.04.2025

Hintergrund

Wenn du in den kommenden Wochen ein Konzert von Shirin David besuchen möchtest, wirst du keine Journalisten mit Presseausweisen antreffen. Die 29-jährige Rap-Königin hat für ihre aktuelle „Blond aber schlau“-Tour eine klare Ansage gemacht: Medienvertreter haben keinen privilegierten Zugang. Wer über ihre Shows berichten will, muss wie jeder Fan zwischen 75 und 90 Euro für ein reguläres Ticket zahlen – VIP-Suiten schlagen sogar mit bis zu 200 Euro zu Buche. Diese ungewöhnliche Entscheidung unterstreicht Shirins konsequenten Weg zur vollständigen Kontrolle über ihr Image und ihre Karriere.

Medienausschluss als bewusste Strategie

Shirin David: Warum die Rap-Queen Journalisten von ihrer Tour verbannt

„Bei der kompletten Tour gibt es keinerlei Presse-/Fotoakkreditierungen“ – so lautet die knappe Antwort der Veranstalter auf Anfragen von Medienvertretern. Während internationale Superstars wie Taylor Swift oder Beyoncé Journalisten in der Regel kostenfreien Zugang zu ihren Konzerten gewähren, geht Shirin David einen eigenen Weg. Die Künstlerin, die derzeit durch Deutschland, Österreich und die Schweiz tourt, überlässt nichts dem Zufall – schon gar nicht die Berichterstattung über ihre Auftritte.

Diese Strategie mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, doch sie passt perfekt zu Shirins Geschäftsmodell. Ihre Marketingmaschine läuft auch ohne klassische Medienberichterstattung auf Hochtouren. Mit über 6,3 Millionen Instagram-Followern verfügt sie über einen direkten Draht zu ihrer Zielgruppe und kann ihre Botschaften ungefiltert kommunizieren.

Unternehmerische Erfolgsgeschichte

Shirins Entscheidung, Journalisten auszuschließen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern vielmehr ein Beweis ihrer Marktstärke. Immerhin hat die Musikerin längst bewiesen, dass sie auch als Unternehmerin höchst erfolgreich ist. Ihr Eistee verkaufte sich über 65 Millionen Mal, während ihr Parfüm ihr rund 20 Millionen Euro einbrachte. Gegenüber dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes gab sie bereits im November 2022 an, über 130 Millionen Euro umgesetzt zu haben.

„Euer Abschluss definiert euch nicht, aber seid finanziell unabhängig – vor allem nicht abhängig von einem Mann!“, rief Shirin kürzlich während ihres Konzerts in Köln ihren überwiegend weiblichen Fans zu. Diese Botschaft steht beispielhaft für ihr öffentliches Image: selbstbestimmt, unabhängig und geschäftstüchtig.

Perfekt inszenierte Shows ohne kritische Stimmen

Shirins Konzerte werden von Kritikern als perfekt durchgestylte Verkaufsshows mit ausgeklügelten Choreographien und zahlreichen Outfitwechseln beschrieben. Ohne akkreditierte Journalisten gibt es keine unmittelbaren kritischen Stimmen, die diese Inszenierung stören könnten. Sogar Interviewfragen müssen im Vorfeld eingereicht werden – ein Vorgehen, das selbst prominente Politiker wie Bundeskanzler Olaf Scholz nicht praktizieren.

„Die Berliner sind sehr rough“, kommentierte Shirin einmal über ihre Wahlheimat, wie Tag24 berichtete. Auch politisch bezieht sie klar Stellung. Zur AfD äußerte sie sich mit den deutlichen Worten: „Ich kotze“ – ein Statement, das ihre Haltung unmissverständlich zum Ausdruck bringt.

Selbstbestimmung als Erfolgsrezept

Mit ihrer strikten Medienpolitik geht Shirin David einen Weg, der ihre absolute Kontrolle über die eigene Karriere unterstreicht. In einer Branche, in der Künstler oft von Plattenfirmen, Managern und Medienberichten abhängig sind, hat sie ein System geschaffen, das ihr maximale Unabhängigkeit garantiert.

Für Fans ändert sich durch den Ausschluss der Presse wenig – sie erleben weiterhin die energiegeladenen Shows ihrer Idol-Rapperin. Für Journalisten bedeutet es hingegen, dass sie entweder ein Ticket kaufen oder auf eine Berichterstattung verzichten müssen. Eine klare Machtdemonstration der Künstlerin, die zeigt: Im Hause David werden die Regeln von niemandem anders als von Shirin selbst bestimmt.

Geschrieben von: RadioMonster.FM