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today26.03.2025
Ein Western mit einer tragischen Vorgeschichte: Der Film „Rust“ mit Alec Baldwin wird ab Mai 2024 in den Kinos zu sehen sein – trotz des tödlichen Unfalls am Set, der die Filmwelt erschütterte. Die dramatischen Ereignisse hinter den Kulissen überschatten die Veröffentlichung dieses umstrittenen Projekts, das dennoch den Weg auf die Leinwand gefunden hat.
Im Oktober 2021 kam es zu einem verhängnisvollen Unfall während der Dreharbeiten, als Hauptdarsteller Alec Baldwin eine Requisitenpistole abfeuerte, die versehentlich mit scharfer Munition geladen war. Die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins wurde tödlich getroffen, während Regisseur Joel Souza verletzt wurde. Dieser tragische Vorfall löste eine Welle von Diskussionen über Sicherheitsmaßnahmen an Filmsets aus und führte zu einem langwierigen Rechtsstreit.
Die juristische Aufarbeitung endete für Baldwin mit einem Freispruch im Juli 2024, während Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed wegen fahrlässiger Tötung zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Die Untersuchungen ergaben schwerwiegende Sicherheitsmängel bei der Handhabung von Waffen am Filmset.
Der Western erzählt die Geschichte des 13-jährigen Lucas Hollister (Patrick Scott McDermott), der nach einem tödlichen Unfall zum Tode verurteilt wird. Der Gesetzlose Harland Rust, gespielt von Alec Baldwin, entpuppt sich als sein Großvater und befreit ihn aus dem Gefängnis. Auf ihrer Flucht werden sie vom gefürchteten Kopfgeldjäger Fenton „Preacher“ Lang (Travis Fimmel) verfolgt und müssen sich nicht nur äußerlichen Gefahren, sondern auch familiären Konflikten stellen.
Regisseur Joel Souza, der den Unfall überlebte, kehrte zurück, um die Produktion des Films abzuschließen – ein Schritt, der von vielen als kontrovers angesehen wurde, aber laut Produktionsteam im Sinne von Hutchins‘ Vermachtnis geschah.
Interessanterweise hat sich Alec Baldwin inzwischen deutlich vom Projekt distanziert. Beim Filmfestival in Turin gab er bekannt, dass er die finale Version des Films nicht gesehen habe. „Ich hoffe, dass der Film veröffentlicht wird, dass er herauskommt… und dass er Matt Hutchins sein Geld bekommt“, erklärte Baldwin mit Bezug auf den Witwer der verstorbenen Kamerafrau.
Der Schauspieler verzichtete auf seine Gage und weitere finanzielle Beteiligungen am Film. Er betonte, dass er möchte, dass die Personen, die an das Projekt geglaubt haben, nicht benachteiligt werden. Diese Aussagen verdeutlichen die komplizierte Beziehung, die Baldwin zu dem Projekt entwickelt hat.
Die Ankündigung des Kinostarts hat gemischte Reaktionen in der Filmbranche hervorgerufen. Während einige den Abschluss des Projekts als würdiges Gedenken an Hutchins‘ Arbeit sehen, kritisieren andere die Entscheidung als unsensibel gegenüber dem tragischen Vorfall.
Die Produzenten haben betont, dass ein Teil der Einnahmen an einen Fonds für Hutchins‘ Familie gehen wird. Zudem wurden nach dem Unfall die Sicherheitsvorschriften an Filmsets in ganz Hollywood verschärft, was als positiver, wenn auch tragisch erkaufter Fortschritt gewertet wird.
„Rust“ wird ab dem 1. Mai 2024 in ausgewählten Kinos zu sehen sein. Die Erwartungen an den Film sind durch die Vorgeschichte stark geprägt. Filmkritiker stehen vor der schwierigen Aufgabe, das Werk unabhängig von den tragischen Umständen seiner Entstehung zu bewerten.
Ob der Western das Publikum überzeugen kann und wie er in Anbetracht der tragischen Hintergrundgeschichte aufgenommen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: „Rust“ wird nicht nur als Western, sondern auch als ein Dokument eines der tragischsten Unfälle der jüngeren Filmgeschichte in Erinnerung bleiben.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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