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Die ZDF Mediathek, wie wir sie bisher kannten, existiert nicht mehr. Seit heute, dem 19. März 2025, ist das Online-Angebot des Zweiten Deutschen Fernsehens komplett umgekrempelt worden. An ihre Stelle tritt ein modernes Streaming-Portal, das sich an den großen kommerziellen Plattformen orientiert, aber den öffentlich-rechtlichen Auftrag nicht aus den Augen verliert. Was bedeutet diese Umstellung für dich als Nutzer? Welche Funktionen sind neu, welche verschwunden und wie reagieren die ersten Zuschauer auf die Veränderungen?
Die Umstellung markiert einen Paradigmenwechsel in der digitalen Strategie des Senders. Statt der bisherigen Trennung zwischen linearem Fernsehen und Online-Angebot unter dem Begriff „ZDFmediathek“ gibt es nun ein universelles „ZDF“, das für alle Inhalte steht – unabhängig davon, ob du sie im klassischen TV oder online konsumierst. Dieser Schritt entspricht dem veränderten Sehverhalten, besonders bei jüngeren Zuschauergruppen.
„Der Begriff ‚Sendung verpasst‘ verwirrt jüngere Nutzer zunehmend“, erklärt Tina Kutscher vom ZDF. Eine Beobachtung, die die Notwendigkeit des Relaunchs unterstreicht. Die neue Oberfläche orientiert sich bewusst an beliebten Streamingdiensten wie Netflix, die für viele Nutzer bereits zum Standard geworden sind.
Die Navigation wurde grundlegend überarbeitet und setzt nun auf eine klare, intuitive Struktur. Auffällig ist die Fokussierung auf das reine Videoangebot – Hintergrundinformationen zu Schauspielern, Produzenten oder weiterführende Inhalte wurden stark reduziert. Stattdessen stehen automatisierte, algorithmisch generierte Seitentypen im Vordergrund, die dir personalisierte Inhaltsempfehlungen liefern.
Besonders wichtig war dem ZDF die technische Optimierung für alle gängigen Endgeräte. Das neue Streaming-Portal funktioniert nahtlos auf Smartphones, Tablets und vor allem auf Smart-TVs, wo die Nutzung in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Das zeitgemäße Design berücksichtigt zudem Aspekte der Barrierefreiheit.
Florian Kumb, Leiter der ZDF-Direktion Audience, betont: „Die Personalisierungsstrategie steht im Mittelpunkt unserer digitalen Transformation. Wir wollen jedem Nutzer genau die Inhalte präsentieren, die für ihn relevant sind.“
Die ersten Reaktionen auf das neue Portal fallen gemischt aus. Viele Nutzer beklagen, dass die Benutzeroberfläche unübersichtlicher geworden sei und wichtige Funktionen fehlen würden. „Wie kann man ein Angebot dermaßen verschlechtern?“ fragt ein frustrierter User in den Kommentaren. Besonders die fehlende Kalenderansicht und der Wegfall ausführlicher Sendungsinformationen stoßen auf Kritik.
Ein anderer Nutzer mit dem Namen „Minisunshine“ kommentiert: „Es ist alles nicht wirklich gut durchdacht. Die Navigation ist komplizierter geworden, und ich finde meine Lieblingssendungen nicht mehr so leicht wie vorher.“
Auch der Wegfall der Download-Funktion, mit der sich Sendungen für die Offline-Nutzung herunterladen ließen, sorgt für Unmut. Diese Funktion war besonders bei Pendlern und Nutzern mit schlechter Internetverbindung beliebt.
Das ZDF plant, nicht bei diesem Relaunch stehen zu bleiben. In Zukunft sollen die Diskurs- und Beteiligungsmöglichkeiten für Nutzer erweitert werden. Zudem arbeitet der Sender gemeinsam mit der ARD an übergreifenden Technologien für Login und Player. Das Ziel: Ein einheitliches öffentlich-rechtliches Nutzerprofil, das dir ermöglicht, nahtlos zwischen den Angeboten beider Sender zu wechseln.
Trotz der anfänglichen Kritik zeigt sich das ZDF überzeugt vom eingeschlagenen Weg. Die Umstellung auf ein Streaming-Portal spiegelt die Realität des Medienkonsums im Jahr 2025 wider. Während klassisches lineares Fernsehen weiterhin seine Berechtigung hat, verschiebt sich der Schwerpunkt immer mehr in Richtung On-Demand-Inhalte.
Als Nutzer kannst du das neue ZDF-Streaming-Portal ab sofort unter der bekannten URL zdf.de erreichen. Der Sender verspricht, in den kommenden Wochen auf Basis des Nutzerfeedbacks kontinuierlich Verbesserungen vorzunehmen und möglicherweise auch beliebte Funktionen des alten Angebots wieder zu integrieren.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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