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today27.03.2025
In der Nacht vom 29. auf den 30. März 2025 ist es wieder soweit: Die Uhren werden um 2 Uhr morgens eine Stunde vorgestellt. Während du eine Stunde Schlaf verlierst, bringt die Sommerzeit längere helle Abende mit sich. Obwohl viele Menschen die Zeitumstellung als lästig empfinden und 39% der Frauen sowie 26% der Männer laut einer aktuellen DAK-Umfrage mit gesundheitlichen Problemen reagieren, bleibt diese Praxis trotz anhaltender Diskussionen über ihre Abschaffung vorerst bestehen.
Die Zeitumstellung erfolgt am letzten Sonntag im März – konkret in der Nacht vom 29. auf den 30. März 2025. Um 2 Uhr morgens werden die Uhren eine Stunde vorgestellt auf 3 Uhr. Dies bedeutet, dass du eine Stunde weniger schlafen kannst, dafür aber abends länger das Tageslicht genießen darfst. Die meisten elektronischen Geräte wie Smartphones und Computer stellen sich heute automatisch um, aber bei Wanduhren, Armbanduhren und einigen Haushaltsgeräten musst du selbst Hand anlegen.
Die Umstellung auf die Sommerzeit ist für viele Menschen nicht nur eine lästige Routine, sondern kann tatsächlich spürbare gesundheitliche Folgen haben. Eine aktuelle DAK-Umfrage zeigt, dass 39% der Frauen und 26% der Männer nach der Zeitumstellung mit gesundheitlichen Problemen kämpfen. Die häufigsten Beschwerden sind Müdigkeit (82%), Schlafstörungen (68%) und Konzentrationsschwierigkeiten (44%). Fast jeder Fünfte leidet sogar unter depressiven Verstimmungen.
Besonders alarmierend: Nach einer Studie des Autoclub Europa (ACE) steigt die Anzahl schwerer Verkehrsunfälle nach der Zeitumstellung im Frühjahr um bis zu 30% an. Diese Statistik unterstreicht die nicht zu unterschätzenden Auswirkungen, die eine scheinbar kleine Zeitverschiebung auf unseren Organismus haben kann.
Die Sommerzeit wurde in Deutschland ursprünglich während der Weltkriege eingeführt, um Energie zu sparen. Nach einer Pause wurde sie 1980 im Nachgang der Energiekrisen der 1970er-Jahre wieder etabliert. Seit 1996 gilt die Zeitumstellung einheitlich in der Europäischen Union. Das Hauptargument für die Sommerzeit – die Energieeinsparung – ist allerdings bis heute umstritten.
Interessanterweise haben zwei spanische Forscher, Jorge Mira und José María Martín-Olalla, kürzlich einen neuen Vorschlag in die Diskussion eingebracht: Sie empfehlen, die Umstellung auf die Sommerzeit auf das erste April-Wochenende zu verschieben, um bessere Lichtverhältnisse am Morgen zu gewährleisten. In der Fachzeitschrift Open Science der britischen Royal Society argumentieren sie zudem, dass die Sommerzeit bereits Anfang Oktober enden sollte, um eine bessere Anpassung an den natürlichen Tagesrhythmus der Menschen zu erreichen.
Obwohl es seit Jahren Diskussionen über die Abschaffung der Zeitumstellung gibt, ist eine Entscheidung weiterhin nicht in Sicht. Die EU-Kommission führte 2018 eine Online-Befragung durch, bei der sich 84% der Teilnehmer für die Abschaffung aussprachen. Trotz dieser klaren Mehrheit konnten sich die EU-Mitgliedstaaten bislang nicht auf eine dauerhafte Regelung einigen.
Die Deutschen tendieren in Umfragen mehrheitlich zur dauerhaften Sommerzeit, während Schlafmediziner aus gesundheitlichen Gründen die Normalzeit (umgangssprachlich auch „Winterzeit“ genannt) befürworten. Die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin warnt vor gesundheitlichen Folgen wie chronischem Schlafmangel und Konzentrationsschwächen bei einer dauerhaften Sommerzeit, da diese nicht dem natürlichen Biorhythmus des Menschen entspricht.
Interessant ist auch der Hinweis der spanischen Forscher Mira und Martín-Olalla, dass die Abschaffung der saisonalen Zeitumstellung gravierende negative Folgen haben könnte. Sie argumentieren, dass die Sommerzeit das Wohlbefinden fördert, da sie mehr Tageslichtstunden für Freizeitaktivitäten ermöglicht.
Die Umstellung fällt vielen Menschen schwer, besonders die im Frühjahr, wenn wir eine Stunde verlieren. Hier einige Tipps, die dir helfen können, besser mit der Zeitumstellung klarzukommen:
1. Beginne bereits einige Tage vor der Umstellung, deinen Schlafrhythmus anzupassen. Gehe jeden Abend etwa 15 Minuten früher ins Bett und stehe entsprechend früher auf.
2. Achte auf ausreichend Bewegung tagsüber, vermeide aber intensiven Sport kurz vor dem Schlafengehen.
3. Reduziere den Konsum von Koffein und Alkohol, besonders in den Tagen um die Zeitumstellung.
4. Verbringe am Tag der Umstellung möglichst viel Zeit im Tageslicht, um deinem Körper zu signalisieren, dass es Tag ist.
5. Halte deinen normalen Tagesablauf ein, auch wenn du müde bist. So hilft du deinem Körper, sich schneller an den neuen Rhythmus zu gewöhnen.
Die spanischen Forscher empfehlen zudem, den Wecker stufenweise anzupassen, beginnend drei Wochen vor dem Stichtag, falls du besonders empfindlich auf die Zeitumstellung reagierst.
Obwohl die Zeitumstellung für viele lästig ist und temporäre Beschwerden verursachen kann, ist es beruhigend zu wissen, dass sich der Körper bei den meisten Menschen innerhalb weniger Tage an den neuen Rhythmus anpasst. Also: Halte durch – der Sommer mit seinen langen, hellen Abenden entschädigt für die eine verlorene Stunde Schlaf!
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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