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today03.04.2025
Mark Zuckerberg hat sich ein Stück Filmgeschichte gegönnt, das ironischerweise mit seiner eigenen Darstellung zusammenhängt. Der Meta-Chef ersteigerte das Original-T-Shirt seiner ehemaligen Highschool Phillips Exeter Academy, das Jesse Eisenberg in seiner Rolle als junger Zuckerberg im Film „The Social Network“ trug. Der Preis für dieses besondere Erinnerungsstück: stolze 4.095 US-Dollar (etwa 3.700 Euro).
In einem kürzlich ausgestrahlten Interview in der „Colin and Samir Show“ plauderte Zuckerberg über die ungewöhnliche Anschaffung. „Einer meiner Freunde sah es online bei einer Auktion und meinte: ‚Du musst das haben.‘ Also dachte ich mir: ‚Okay, klar, holen wir es uns'“, erklärte der Tech-Milliardär mit einem Schmunzeln. Das Shirt ist nicht irgendein Kleidungsstück, sondern Teil der Filmgarderobe, die Eisenberg trug, als er den Facebook-Gründer in dem Oscar-prämierten Film von 2010 verkörpterte.
Die Ironie dieser Situation liegt auf der Hand: Zuckerberg war bekanntermaßen kein Fan des Films. Er fühlte sich negativ und rücksichtslos dargestellt. Bei einer Fragerunde in Facebooks Hauptquartier im Jahr 2014 äußerte er seinen Unmut deutlich: „Sie haben viele Dinge erfunden, die verletzend waren.“
Wenn es um etwas geht, was der Film tatsächlich richtig dargestellt hat, dann ist es Zuckerbergs Vorliebe für schlichte graue T-Shirts. Der Meta-CEO ist bekannt für seinen minimalistischen Kleidungsstil, der mittlerweile zu seinem Markenzeichen geworden ist. Er besitzt zahlreich identische graue Shirts und hat mehrfach erklärt, dass er dadurch Zeit spare und sich nicht mit „trivialen Entscheidungen“ wie der täglichen Kleiderwahl beschäftigen müsse.
Diese Philosophie teilt er mit anderen Tech-Giganten wie dem verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs, der für seine schwarzen Rollkragenpullover bekannt war, oder dem ehemaligen Twitter-CEO Jack Dorsey mit seiner Vorliebe für schlichte, dunkle Kleidung.
Das Verhältnis zwischen Jesse Eisenberg und Mark Zuckerberg bleibt bis heute distanziert. Im Februar 2023 erklärte Eisenberg in einem BBC-Interview, dass er nicht mehr mit Zuckerberg assoziiert werden möchte. Der Schauspieler kritisierte Zuckerbergs Vorgehen bei Meta, insbesondere die Entscheidung, unabhängige Faktenprüfungen auf Facebook und Instagram durch „Community Notes“ zu ersetzen.
Eisenberg bezog klar Stellung: „Ich habe Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und sehe eine reale Bedrohung für bereits gefährdete Personen.“ Zuckerberg hingegen verteidigte die Änderungen mit dem Argument, dass die bisherigen Moderatoren „zu politisch voreingenommen“ seien und es an der Zeit sei, zu den Wurzeln der freie Meinungsäußerung zurückzukehren.
„The Social Network“ von Regisseur David Fincher und Drehbuchautor Aaron Sorkin erzählt die Geschichte der Gründung von Facebook und der damit verbundenen rechtlichen Auseinandersetzungen. Der Film wurde von Kritikern hochgelobt und gewann drei Oscars, darunter für das beste adaptierte Drehbuch.
Während der Film könstlerische Freiheiten nahm und nicht als dokumentarische Darstellung gedacht war, hat er das öffentliche Bild von Zuckerberg nachhaltig geprägt. Dass der echte Zuckerberg nun ein Requisit aus genau diesem Film besitzt, zeigt eine gewisse Versöhnung mit seiner eigenen medialen Darstellung – oder zumindest einen Sinn für Humor bezüglich seines Filmvermächtnisses.
Der Kauf des T-Shirts mag für viele überraschend kommen, doch er unterstreicht auch Zuckerbergs Verbindung zu seinen Wurzeln an der Phillips Exeter Academy. Trotz aller Kontroversen um den Film und seine Person scheint Zuckerberg bereit zu sein, dieses Kapitel seiner Geschichte mit einem Augenzwinkern zu betrachten – und dafür auch tief in die Tasche zu greifen.
Geschrieben von: RadioMonster.FM
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