Dance

Badger – Steckbrief, Songs & Konzerte

today13.11.2024

Hintergrund

Badger war eine britische Progressive-Rock-Band, die in den frühen 1970er Jahren aktiv war. Gegründet vom ehemaligen Yes-Keyboarder Tony Kaye, erlangte die Gruppe trotz ihrer kurzen Existenz einen gewissen Kultstatus in der Progressive-Rock-Szene. Mit nur zwei Alben hinterließ Badger dennoch einen bleibenden Eindruck in der Musiklandschaft jener Zeit.

KünstlernameBadger
MitgliederTony Kaye, David Foster, Brian Parrish, Roy Dyke, später Jackie Lomax, Kim Gardner, Paul Pilnick
GenreProgressive Rock, R&B, Soul
Größter HitWheel of Fortune
Gründungsjahr1972
Auflösungsjahr1974
LandGroßbritannien

Die Anfänge von Badger und die Verbindung zu Yes

Webradio Steckbrief - Badger

Die Geschichte von Badger beginnt im Jahr 1972, als Tony Kaye, der erste Keyboarder der legendären Progressive-Rock-Band Yes, nach seinem Ausstieg aus der Gruppe Flash ein neues musikalisches Projekt ins Leben rufen wollte. Kaye hatte bereits zuvor mit dem Bassisten und Sänger David Foster zusammengearbeitet, der wiederum eine Verbindung zu Jon Anderson von Yes hatte, da beide in der Band The Warriors gespielt hatten. Diese Verbindungen im britischen Progressive-Rock-Netzwerk bildeten die Grundlage für die Entstehung von Badger.

Die Originalbesetzung bestand aus Tony Kaye am Keyboard, David Foster am Bass und als Sänger, Brian Parrish an der Gitarre und ebenfalls als Sänger sowie Roy Dyke am Schlagzeug. Mit dieser Formation unterschrieb die Band einen Vertrag bei Atlantic Records und begann ihre kurze, aber intensive musikalische Reise. Die Verbindung zu Yes blieb bestehen, was sich später auch bei der Produktion ihres Debütalbums zeigen sollte.

Musikalisch bewegte sich Badger anfangs klar im Bereich des Progressive Rock, wobei besonders Kayes virtuoses Spiel an der Hammond-Orgel, dem Klavier, dem Minimoog und dem Mellotron hervorzuheben war. Die Band verband komplexe Arrangements mit bluesigen Elementen und schuf so einen eigenständigen Sound, der sich dennoch in die progressive Musiklandschaft der frühen 1970er Jahre einfügte.

One Live Badger – Das Live-Debüt

Das Debütalbum von Badger trägt den Titel „One Live Badger“ und erschien 1973 bei Atlantic Records. Bemerkenswert ist, dass es sich dabei um ein Live-Album handelt – eine ungewöhnliche Wahl für ein Debüt. Aufgenommen wurde es bei einem Auftritt im Rainbow Theatre in London, wo Badger als Vorgruppe für Yes spielte. Diese Verbindung spiegelte sich auch in der Produktion wider, die von Yes-Frontmann Jon Anderson zusammen mit Geoffrey Haslam übernommen wurde.

Das Album enthält sechs längere Stücke, die den progressiven Ansatz der Band verdeutlichen:
– „Wheel Of Fortune“ (7:40)
– „Fountain“ (7:12)
– „Wind Of Change“ (7:00)
– „River“ (7:00)
– „The Preacher“ (3:35)
– „On The Way Home“ (7:10)

Besonders charakteristisch für diese Aufnahmen sind die langen Instrumentalpassagen, in denen die Musiker ihre technischen Fähigkeiten unter Beweis stellen konnten. Tony Kayes Keyboard-Arbeit steht dabei oft im Mittelpunkt, während die Rhythmusgruppe aus Foster und Dyke für ein solides Fundament sorgt. Die Gesangsparts wurden von Brian Parrish und Dave Foster übernommen, wobei der Fokus eindeutig auf der instrumentalen Seite lag.

Das Cover des Albums wurde von Roger Dean gestaltet, der auch für die ikonischen Yes-Albumcover verantwortlich war – ein weiterer Hinweis auf die enge Verbindung zwischen den beiden Bands. Trotz der musikalischen Qualität und der prominenten Unterstützung blieb der kommerzielle Erfolg von „One Live Badger“ jedoch hinter den Erwartungen zurück, was die Band dazu veranlasste, nach neuen Wegen zu suchen.

Stilwandel und das Album „White Lady“

Auflösung und das Vermächtnis von Badger

Geschrieben von: RadioMonster.FM